SKI 2021/22

Die Bretter, die KuTs Welt bedeuten

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Rad-Schumi
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Beitrag: # 7047002Beitrag Rad-Schumi
12.4.2022 - 21:05

Na wenn der April eine Ausnahme bleibt. Ich mag SKI wirklich sehr, aber wenn es Anfang oder Mitte März fertig wäre, würde ich mich auch nicht beschweren. Vor allem den Skisprung-Wurmfortsatz braucht es nur ganz eingeschränkt.

Das neue Format im Team klingt eher wenig SKI-freundlich. Nur 2 pro Team führt im Zweifel dazu, dass die Punkte noch mehr in die Spitze verschoben werden, weil dort die punkten, die auch allein punkten. Da ist von den 10 schnell Sato der mit den schlechtesten Einzelergebnissen. Und der war auch schon der 16. Skispringer.
Mit ganz viel Fantasie macht man dafür die Russen und die Schweizer entfernt konkurrenzfähig. Ob das echten Mehrwert bringt?

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Klaus und Tony
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Beitrag: # 7047005Beitrag Klaus und Tony
13.4.2022 - 15:22

Der nächste Kombi-Kalender hat Massenstarts im Angebot, ist aber grauselig wie immer.
Das Saisonfinale wechselt nach Lahti.

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Koloss
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Beitrag: # 7047009Beitrag Koloss
13.4.2022 - 20:43

Immerhin sind es laut provisorischem Plan zwölf Wettkampfstätten bei der nordischen Kombination, wobei bei drei Austragungsorten in Deutschland der Ort noch nicht feststeht. Klingenthal, Schonach und Oberstdorf würde ich vermuten. Oberhof kann ich mir auf Grund der Biathlon-WM gerade nicht so recht vorstellen. Weitere "weltcuptaugliche" Orte fallen mir spontan nicht ein. Oder weiß jemand davon, dass man nicht alle für Deutschland vorgesehenen Slots belegen will?

Abgesehen davon sehe ich innerhalb der einzelnen Perioden aktuell nur zwei freie Wochenenden. Eines in der ersten Periode zwischen Lillehammer und Raumsau und eines in der letzten Periode zwischen Oslo und Lahti.

Bissl schade finde ich, dass Val die Fiemme im nächsten Winter nicht mit dabei sein wird. Die Streckenführung ist schon ziemlich einzigartig. Wollen die schon im nächsten Winter ihre Strecken in Vorbereitung auf Olympia 2026 anpassen? Ich meine mich dunkel daran zu erinnern, dass sie das zuletzt im TV gesagt hatten. Tendenziell hätte das ggf. noch am besten für die Lücke in der ersten Periode gepasst.

Da man in der letzten Periode vor und nach der Lücke ausschließlich in Skandinavien unterwegs ist, würden sich natürlich weitere Orte insbesondere aus Norwegen oder Finnland anbieten. Trondheim fällt mir da spontan ein. Allerdings könnten die auch gerade mit der Vorbereitung auf die nordische Ski-WM in 2025 beschäftigt sein. Solange sich Schweden nicht für die Sprungwettbewerbe begeistern kann, wird man eben nicht genug Auswahl an Veranstaltern haben. Erst recht wenn man keine weiteren Fernostreisen einplanen will. Das würde zudem auch nur funktionieren, wenn man zwecks An- und Abreise ein größeres Zeitfenster dafür hätte und neben Japan ein weiteres Land (z. B. China) erschließen könnte.

Insofern ist es wohl schon das Maximale der Gefühle. Etwas mehr könnten sie natürlich noch herausholen, wenn bei jedem Wettkampfort drei Wettkämpfe eingeplant werden. So verschenkt man sich aktuell acht potentielle Wettbewerbe, die aber vermutlich niemand finanzieren will / kann, da es sich unter der Woche für keinen TV-Sender rechnet.

Zudem fällt auf, dass Teamwettbewerbe in der NoKo noch mehr zur Mangelware werden. Ein Mixed-Teamevent und ein Teamsprint stehen neben den Weltmeisterschaften noch an. Das ist schon arg wenig.

Wer sich den provisorischen Kalender selbst zu Gemüte führen möchte, siehe: https://assets.fis-ski.com/image/upload ... -23Men.pdf
Giro d' Italia: 1 Sieg; 5 Tage im Maglia Rossa; 1. in der Punktew.; 3 Tage im Maglia Azzurra
Tour de France: 7 Siege; 1 Tag im Maillot Jaune; 33 Tage im Maillot Vert; 2x 1. in der Punktew.; 2 Tage im Maillot à pois rouges
Vuelta a España: 6 Siege; 6 Tage im Maillot Verde

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Klaus und Tony
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Beitrag: # 7047013Beitrag Klaus und Tony
14.4.2022 - 13:39

Biathlon mit vier Einzeln pro Geschlecht (3xWC, 1xWM), das betrachte ich als Schritt in die richtige (alte) Richtung.
(Allerdings veranstalten auch acht der zehn Orte Verfolger, die ich bekanntlich für eine unnötige Belohnung des Sprintes halte.)

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uhri
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Beitrag: # 7047053Beitrag uhri
17.4.2022 - 10:01

Es gibt mittlerweile neuere Infos zu dem Kalender-Umbau bei den Alpinen.

Die Kombi soll wiederbelebt werden, allerdings als Technik-und Speedkombi. An 5 Wochenenden werden dann jeweils die Zeiten von Abfahrt Super-G, sowie Slalom und Riesenslalom addiert. Macht für mich nicht wirklich Sinn, zwei einzelne Rennen zusätzlich noch zu einer Kombi zu packen, auf die dann eh keiner achtet und die Fernsehreporter nur verwirrt.

Dafür wird, für mich erfreulich, das Paralleldings nur noch 1 Mal stattfinden. Ich denke mal, für eine Kugel dürfte das nicht reichen.

Außerdem soll alles internationaler werden und gerechter aufgeteilt zwischen Speed und Technik.
https://skiweltcup.tv/index.php/eine-sk ... nderungen/
SanderC.SuterKrügerSundlingSchmidHirvonenGiacomelS.Nilsson

Rad-Schumi
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Beitrag: # 7047058Beitrag Rad-Schumi
17.4.2022 - 13:39

Irgendwie muss man ja dem IOC vorgaukeln, dass es die Kombi noch gibt. Zumindest solange man die Parallelrennen nicht besser pushen kann, weil man Angst hat, dass die Stars auch mehrmals pro Saison zuschauen würden. Und so muss man immerhin keinen wertvollen TV-Tag dafür verwenden.

Wenn KuT dafür SKI-Punkte vergeben muss, steigt aber sicher immerhin die Biathlon-Verfolgung in seiner Gunst.

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Klaus und Tony
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Beitrag: # 7047140Beitrag Klaus und Tony
22.4.2022 - 9:37

Flomann weist mich auf kleine Statistikfehler im Jahre 2010/11 bei den Langlauffrauen hin (Falla).
Tatsächlich habe ich dort mindestens auch bei einer weiteren Langläuferin falsche Zahlen drin. Seltsam.

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Flomann
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Beitrag: # 7047151Beitrag Flomann
22.4.2022 - 17:16

Warnung: Hier kommt eine Textwand, die Ergebnisse einer Sportlerin behandelt.

KuT schreibt es schon, 2011 fehlen 11 Punkte sowie ein Podium und Top 10. Seine Tabelle will ich hier nicht verschlimmbessern, aber die angepassten Zahlen verwende ich unten schon.
Klaus und Tony hat geschrieben: 21.4.2022 - 21:50
Maiken C. Falla Bild 1217 25 61 106 203 9 Kostelić
Langlauf Frauen SKI-Punkte Einzelsiege Podien TopTen Team P Team S Draft Kostelić Manager Plz. SKI
2008-09 14 0 1 2 Jonas 11
2009-10 8 0 0 3 Telekom 7
2010-11 64 0 2 5 30 1 Flomann* 37
2011-12 102 1 5 9 17 1 Flomann* 32
2012-13 84 1 5 5 24 1 Flomann* 34
2013-14 85 2 3 7 23 1 Flomann* 38
2014-15 120 1 5 11 23 1 Flomann* 33
2015-16 190 8 10 16 9 1 Flomann* 31
2016-17 167 2 9 14 29 2 2010 28 Flomann* 31
2017-18 124 3 9 10 7 0 2010 46 Flomann* 28
2018-19 128 4 5 10 24 0 2010 44 Flomann* 28
2019-20 83 2 4 8 17 1 2010 67 Flomann* 32
2020-21 12 0 1 1 0 0 2010 260 Flomann* 25
2021-22 36 1 2 5 0 0 2010 183 Flomann* 31
Ich hab bei jedem neuen Eintrag in den Karteileichen befürchtet, ihren Namen zu sehen, hatte aber noch auf eine Saison mit einer WM gehofft. Hat dann doch nicht sollen sein.
Abseits von Hattestad und Ikaros dürfte es keine Sportler geben, deren prozentuale Karrierepunkte so sehr mit einem Manager verbunden sind wie Falla mit mir. Zumindest nicht nördlich der 100-Punkteschwelle. Deswegen finde ich es nur gerecht, ihr zum Rücktritt eine Laudatio zu geben.

Fallas Zeit in meinem Team begann mit einem Fauxpas, weil ich sie im Star War zur Schwedin machte und mit einem nachgezogenen Pick etwas Unordnung erzeugte. 2010 ging es dann noch ruhig los, zum Jahreswechsel standen nur 3 Einzelpunkte aus Düsseldorf und Davos, bevor es 2011 Podien in Otepää, Drammen und Stockholm gab. Nur in Oslo bei der WM scheiterte sie nach Rang 3 in der Quali im Viertelfinale, konnte jedoch Bronze im Teamsprint gewinnen.

2011-12 kamen dann die ersten Siege hinzu. In Rogla kurz vor Weihnachten gewann Falla einen Freistilsprint, weitere 4 Mal stand sie noch auf dem Podium bzw. verpasste dieses 2 Mal als Vierte knapp. Am Ende war es Platz 2 im Sprint-Weltcup hinter Kikkan Randall. Falla startete damit auch eine Serie von 9 Jahren in Folge in den Top 5 des Weltcups. In Norwegen schaffte sie nach 3 Medaillen in den 3 Jahren zuvor den ersten von insgesamt 6 Meistertitel zu erringen. In Falun über 10 km klassisch Massenstart zum Saisonende gab es das erste Mal SKI-Punkte über die Distanz, was eine Hoffnung auf eine Entwicklung hin zur Distanzläuferin schürte, die sich jedoch nie bestätigte.

Zum Saisonbeginn der nächsten Saison war Falla krank, verpasste da auch das Wochenende in Kuusamo. Bei der anschließenden Kanadatour konnte sie dafür wieder glänzen. 3 Podiumsplätze in 2 Sprints und auch erstmals in einem Distanzrennen können als erfolgreicher Trip bezeichnet werden. Der Rest der Saison war dafür dürftig. Abseits vom Wochenende in Liberec kamen dann nur noch bei der WM Punkte hinzu. Mit der Bronzemedaille im klassischen Sprint schaffte Falla ihre erste internationale Einzelmedaille zu gewinnen. Im Teamsprint sah es nach dem 4 Wechsel eigentlich gut aus, danach stürzte Østberg jedoch auf ihrer letzten Runde, was die Medaille außer Reichweite stieß.

Die Olympiasasison begann schwach. Erst in Asiago kurz vor Weihnachten kam der erste Podestplatz im Einzel sowie Teamsprint, in Nove Mesto gewann Falla zusammen mit Østberg den Teamsprint, verpasste aber die Quali im Einzel. Gerüchte über einen Wechsel zum Biathlon gingen durch die Medien und der Langlaufexperte bei Eurosport meinte damals, dass er sie nicht bei Olympia erwarte. Dort trat sie aber souverän auf, lief in jeder der Runden die schnellste Zeit und gewann völlig verdient Gold. Im Teamsprint wurde sie trotz 2 Starts in der Saison mit Østberg nicht nominiert, was aber angesichts der Goldenen für Østberg und Bjørgen aber durchaus ok war. Falla holte sich dann im März den 3. Karrieresieg in Drammen, was im Anschluss eine Lieblingsveranstaltung von ihr werden sollte.

Die nacholympische Saison begann im Gegensatz zu den 2 Jahren zuvor wieder erfolgreich. Platz 3 in Kuusamo, Platz 4 sowie Gesamtplatz 7 beim Nordic Opening in Lillehammer sowie Platz 2 in Davos brachten 40 SKI-Punkte bis Weihnachten ein. Danach kam es zum ersten Start bei der Tour de Ski, bei dem aber nur Platz 5 in Val Mustair als zählbares Ergebnis blieb, in Otepää und Östersund waren die Resultate dann wieder besser. In Falun bei der WM konnte Falla die Bronzene aus Val di Fiemme verteidigen und zusammen mit Østberg den Teamsprint gewinnen. Zum Saisonende wurde der Sieg in Drammen wiederholt, was am Ende auch Rang 3 im Sprint-Weltcup bedeutet. 120 SKI-Punkte bedeuteten unter den Langläuferinnen auch Rang 5.

Die Saison 2015-16 war dann die Erfolgreichste für Falla. 8 Siege bei Weltcups und 2 weitere 2. Plätze führten am Ende zum ersten Gesamtweltcupsieg im Sprintbereich. In Ruka ging es los, Toblach folgte vor Weihnachten, in der Lenzerheide gewann Falla erstmals und am Ende auch die einzige Etappe bei der Tour de Ski. Dann ein Ausrutscher in Planica mit Platz 45, dem einzigen Sprintergebnis jenseits der Top 2. Drammen und Stockholm waren bereits in den Palmares vertreten, Lahti gewann sie zum ersten Mal. Tags darauf im Skiathlon an selber Stelle wurde Falla hinter 3 weiteren Norwegerinnen Vierte. Die Ski Tour Canada sah dann nochmals Siege in Gatineau und Canmore sowie zwei 4. Plätze in Distanzrennen. Persönlich dachte ich damals an die 200 Punkte. In den letzten 3 Rennen ging aber etwas der Saft aus, weswegen es bei 190 SKI-Zählern blieb. Das machte dann Rang 4 im Langlauf, Rang 19 bei Kostelic und 64,8% aller Teampunkte für Team Flomann*. An ihr lag es nicht, dass es zu der Zeit nicht höher hinaus ging.

Die Folgesaison verlief eigentlich ähnlich, jedoch mit leicht invertiertem Rennglück. In Ruka und Lillehammer wurde Falla Zweite, in Davos gewann sie, danach folgten 4 weitere 2. Plätze bis zur WM. In Lahti war Falla dann aber voll auf der Höhe und wohl auch mit ihrer besten Woche. Wie schon bei Olympia war sie in allen Runden dominant, nur Matwejewa war in ihrem Viertelfinale ein paar Hundertstel schneller. Damit wurde Falla nach Marit Bjørgen die zweite Skilangläuferin, die im Sprint die Weltcupwertung sowie Gold bei Olympia und der WM gewinnen konnte. Im Gegensatz zur Vorgängerin hielt sie alle 3 Titel aber parallel. Im Teamsprint verteidigte sie die Goldene von 2015 zusammen mit Heidi Weng, wobei Falla damals auf ihrer Schlussrunde 6 Sekunden schneller als ihre Konkurentinnen war. Und aufgrund der Schwäche von Østberg durfte sie auch die Staffel anlaufen, und das recht erfolgreich. 7 Sekunden schneller als Saarinen und den insgesamt schnellsten Klassikpart machen sehr wahrscheinlich nichts am Gold aus, zeigen aber zumindest Fallas Form und die gerechtfertigte Aufstellung. In Drammen wurde sie dann 31. und verpasste das Finale, was in späteren Jahren durchaus immer wieder vorkam. Rang 2 in Québec reichte dann aber für den Weltcupgesamtsieg.

Die Olympiasaison begann mit Rang 31 in Ruka (s.o.) und endete mit Rang 8 in Falun, hatte dazwischen aber 9 Sprints mit 9 Podien plus dem Qualisieg im im Anschluss abgesagten Oberstdorf-Sprint (was sie einen Tag später im Freistil Massenstart auf Rang 2 bewieß). Falla konnte dabei in Lillehammer, Lahti und Drammen gewinnen. In Pyeongchang gewann dann völlig verdient Nilsson den Sprint. Im Teamsprint reichte es mit Bjørgen "nur" zu Bronze, was aber an der Schlussrunde von Falla lag. Hier waren Diggins und Nilsson einfach stärker. Im Weltcup konnte Falla aber nochmals Nilsson abwehren und den 3. Sprintweltcup in 3 Jahren gewinnen.

In 2018-19 zeigte die Form dann erstmals nach Jahren wieder abwärts. Bis Otepää Mitte Januar konnte Falla kein Einzelpodium einlaufen, mit dem Sieg ebenda schaffte sie aber zugleich die Marke von 1000 Karrierepunkten in SKI zu überschreiten. Der 2. Sieg erfolgte in Lahti, wo Falla in den Jahren 2016 - 2019 6 Siege sowie jeweils ein 2. und 4. Platz in 8 Starts holen konnte. In Seefeld konnte sie dann, für mich durchaus etwas überraschend, nochmals den Sprinttitel sichern. Im Teamsprint wurde es dann wieder einmal Bronze, dieses mal wieder im Duo mit Østberg. Mit einem Sieg in Drammen und guten Resultaten in Falun und Québec ging die Saison erfolgreich zuende, den Weltcup sicherte sich dennoch Nilsson.

Die Saison ohne Großereignis startete eigentlich gut mit Sieg in Ruka, Staffelsieg in Lillehammer, sowie Platz 2 in Davos und Lenzerheide. Dafür kamen nach dem Jahreswechsel die Punkte nur noch sporadisch. Das Highlight war sicherlich der Sieg in Trondheim, das Lowlight die verpasste Quali für Drammen. Am Ende verkürzte Corona sicher die Saison und nahm ihr die Chance auf die 6. Saison über 100 Punkte in Folge, aber auch im Weltcup war der Herbst der Karriere sichtbar.

Die Saison 2020-21 war dann aus Managersicht lange frustrierend. Ruka verpasste sie krankheitsbedingt, danach waren die Norweger aus dem Weltcup draußen. Bei der Rückkehr in Falun wurde sie 13. wodurch sie ohne SKI-Punkte nach Oberstdorf reiste. Hier konnte sie mit Sprintsilber jedoch nochmals zuschlagen. Der Teamsprint zusammen mit Tiril Weng war dann jedoch eine Enttäuschung. Falla wurde jede Runde eigentlich schwächer, was dann verdient nur zu Rang 6 reichte. Danach hat sie die Saison beendet, wobei im Engadin jetzt auch nicht ihre Rennen stattfanden. Die 12 Punkte am Ende sind dann auch die zweitschwächste Saison ihrer Karriere, und eigentlich für den Manager auch bitter gewesen. Das passierte ausgerechnet in dem Jahr, in dem Falla nur eine normale Leistung hätte bringen müssen, um den Aufstieg zu erreichen. Vielleicht wären ohne die Krankheit in Ruka die 7 Punkte zustande gekommen, relativ sicher jedoch ohne Covid. Doch keinesfalls will ich sie für den verpassten Aufstieg verantwortlich machen. Da gab es noch genügend andere Gründe.

Fallas Abschiedssaison begann mit einem Podium in Ruka, dem Vorletzten ihrer Karriere. Danach waren die Resultate aber eher enttäuschend, kulminierend mit Rang 31 (dem 4. in ihrer Karriere, wenn ich richtig zähle) in Davos. In Peking waren die Leistungen dann dementsprechend. Die Serie von 7 Sprintmedaillen seit 2013 ging im Halbfinale zuende, und im Teamsprint kam Falla und Tiril Weng auch nicht über Rang 8 hinaus. Umso schöner das letzte Highlight der Karriere, als Falla völlig überrschaned für mich einen letzten Weltcupsieg in Drammen landen konnte.

Jetzt geht die Karriere also mit 31 Jahren zuende. Immerhin mit dem Sieg in Drammen, wo Falla 6 Mal gewinnen konnte. Lahti und Canmore sind mit je 3 Sprintsiege auch bevorzugte Strecken gewesen.
3 Goldmedaillen (3x Freistil) und 22 Sprintsiege (9x Freistil und 13x klassisch) im Weltcup sind es geworden, Platz 2 hinter Bjørgen und mit gutem Vorsprung auf andere Aktive (Svahn hat 7, Dahlquist und Sundling 5 Weltcupsiege in Sprints). 8 Siege in einer Saison ist für Sprints geteilte Bestmarke mit Majdic 2008-09. Die 53 Podien und 67 Finals sind wieder hinter Bjørgen Rang 2, aber auch hier alles ungefährdet. 2 Einzelmedaillen bei Olympia und 5 Einzelmedaillen bei WMs sind jeweils geschlechterübergreifend Bestwert im Sprint. 3 Sprintweltcups sind hinter Bjørgen und Skari (je 5) geteilt Rang 3. Da geht statistisch betrachtet schon eine große Karriere zuende.
In SKI sind es am Ende 1228 Punkte, was sie derzeit knapp in die Top 50 bringt. 1025 Einzelpunkte sind es dieses Jahr dann auch noch geworden, bei 107 Top 10s ein guter Schnitt, der aber auch ihre Stärke über die Jahre zeigt. Oder anders formuliert: bei 58% aller Top 10s stand Falla auch auf dem Podest. 25 Einzelsiege sind eine schön runde Zahl, bei den Teamsiegen habe ich das Gefühl, dass es da auch den einen oder anderen mehr hätte geben können. Aber ich will mich mal nicht beschweren.
Aufgrund dieses Spiels habe ich schon einen Bezug zu ihr bekommen. Ohne SKI würde ich die Karriere sicher nicht so zu schätzen wissen, wie es mit ihr war. Und sie war schon sowas wie ein Inventar, oder welcher andere Sportler schaffte hier auch nur ansatzweise 12 Jahre am Stück beim selben Manager. Hilft natürlich auch, wenn ebendieser Manager nicht in der Lage ist, außenrum was Vernünftiges aufzubauen...
Maiken Falla gönne ich den Ruhestand nun, für mich heißt es damit aber Umorientieren.

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Beitrag: # 7047159Beitrag Klaus und Tony
22.4.2022 - 21:24

Ich weiß noch, wie ich mal dachte, dass sie auf Distanz erweitert und eine 250er-Sportlerin wird.

Das Ende mit Drammen finde ich auch schön, das war überraschend und wertvoll.

Danke für den langen Text, Flomann!


Die Fehler, die ich in 2010/11 gefunden habe, sind korrigiert.
Weitere sind natürlich möglich, aber, nun...

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Beitrag: # 7047224Beitrag Koloss
28.4.2022 - 7:05

Nicht wirklich eine Karteileiche, da noch weitestgehend ein unbeschriebenes Blatt. Aber Antonia Fräbel wechselt vom Langlauflager zu den Biathletinnen. Damit erhält Voigt eine potentielle Trainingspartnerin, wenn sie in Oberhof ist.
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Beitrag: # 7047258Beitrag Klaus und Tony
30.4.2022 - 19:02

Olsbu Roeiseland schickt ihren Mann zu den deutschen Frauen.
Als Trainer.

Gefällt mir.

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Beitrag: # 7047304Beitrag Klaus und Tony
2.5.2022 - 9:10

Vielleicht ist es schon bekannt, aber ich hatte es noch nie gelesen:
Die langen Kanten bei der Nordischen WM in Planica (50 km Herren und 30 km Damen) sollen in Tarvisio in Italien gestartet werden und als Von-A-nach-B-Strecke nach Planica führen.

Noch unwichtiger:
Meine beiden Alteingesessenen Fähndrich und Vinatzer haben sich von ihren Ski-Ausrüstern getrennt.
Im Falle von Vinatzer bedeutet das, dass Nordica (immerhin auch der frühere Neureuther-Ausrüster) den Herren-Slalom ziemlich verloren hat. Da sind dann Rochat und Tremmel die Namhaftesten...

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Beitrag: # 7047351Beitrag Klaus und Tony
4.5.2022 - 17:44

Salomon und Atomic sind es geworden.
Falls jemand vor Spannung nicht schlafen konnte.

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Beitrag: # 7047360Beitrag Koloss
4.5.2022 - 20:31

Der Vollständigkeit halber musst du dann aber auch noch Gisins Wechsel zu Salomon verkünden. :wink:
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Beitrag: # 7047362Beitrag PepsiLight
4.5.2022 - 20:55

Und Timon Haugans zu Van Deer.
Bild Monaco
#28

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Beitrag: # 7047677Beitrag Klaus und Tony
9.5.2022 - 19:59

Pertile-Skispringen fängt an, mir ernsthaft auf den Sack zu gehen:
Die Eisspur/Matten-Kombi für Anfang November in Wisla ist jetzt fix.

Wird natürlich als "nachhaltig" verkauft, weil ja kein Kunstschnee produziert wird. Dass es auch nachhaltig sein könnte, den Skisprung-Weltcup im Winter stattfinden zu lassen, erwähnt die FIS lieber nicht.
Hübsch auch, dass man das Wochenende des 2. Advents weglässt. Nachhaltige Regeneration der Sportler, nehme ich an.

Im Verlaufe der Saison fliegen wir nachhaltig nach Japan und in die Staaten (was ich eher positiv sehe) und beenden das ganze in Planica am zweiten Tage des traditionellen Skisprungmonats April.

Ich mache unsere SKI-Kalender nun schon lange (und mit einiger Freude), aber an April-Daten erinnere ich mich gerade nicht.

https://assets.fis-ski.com/image/upload ... 5.2022.pdf


Jedenfalls: Skispringen ist für unseren Draft ungleich wichtiger als ein Sölden-Riesenslalom oder eine Matterhorn-Abfahrt.
Falls Sölden wie ursprünglich geplant am 23./24.Oktober stattfindet, bekommen wir ein Zeitproblem.

Rad-Schumi
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Beitrag: # 7047706Beitrag Rad-Schumi
10.5.2022 - 10:16

Wirklich bewertbar wohl erst nächstes Jahr. Die Begründung, dass man zumindest teilweise der Winter-WM ausweichen will (auch wenn es am Ende trotzdem stark konkurriert), finde ich schon nachvollziehbar. Ist ja häufig so, dass eine Katastrophe die nächste nach sich zieht. Die dritte Katastrophe in der Kette wäre dann, wenn man sich mit den frühen und späten Terminen gefällt und das beibehält.
Bleibt zwar wohl bei einer Woche „Skisprung-Wurmfortsatz“, weil auch die Kombinierer Ende März noch in Lahti aktiv sein sollen (die werden überrascht sein, dass es noch Schnee gibt so spät in der Saison). Aber meine SKI-Lust flacht schon Ende März deutlich ab (obwohl es die letzten beiden Jahre sogar gut lief), im April brauche ich das nicht mehr wirklich.

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Beitrag: # 7047771Beitrag Koloss
11.5.2022 - 13:58

Klaus und Tony hat geschrieben: 9.5.2022 - 19:59 Falls Sölden wie ursprünglich geplant am 23./24.Oktober stattfindet, bekommen wir ein Zeitproblem.
Hast du eigentlich schon Ideen, wie du damit umgehen willst, oder hast du dir aus dem Forum heraus Vorschläge dazu erhofft?
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Beitrag: # 7047772Beitrag Klaus und Tony
11.5.2022 - 14:37

Ich hoffe, dass jonas mal nach Feierabend ein Drafttool baut und dann machen wir das wie bei yahoo mit 150 sec Bedenkzeit.

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jonas
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Beitrag: # 7047796Beitrag jonas
11.5.2022 - 20:43

Würdest du denn alle 24 am selben Abend vor das Drafttool bringen?
--
Jonas

TIppspielhandballweltmeister 2019 :)

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Klaus und Tony
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Beitrag: # 7047807Beitrag Klaus und Tony
11.5.2022 - 22:31

Wenn wir im Juni ansagen, wann es ist, kann ja jeder selbst planen, hehe.
(Bis jetzt meinte ich das nicht ernst, aber wenn du Bock hast, können wir gern darüber reden.)

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